Kooperation Phytopharmaka

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Bewertung moeglicher pharmakokinetischer Interaktionen mit Phytopharmaka

Stellungnahme zum Interaktionspapier des BfArM
von Veronika Butterweck und Hartmut Derendorf

Bei der Arzneimitteltherapie fast aller Erkrankungen werden Patienten heute mit mehr als einem Arzneimittel behandelt. Zusätzlich versorgen sich Patienten häufig selbst mit Vitaminen, verschreibungsfreien Arzneimitteln (u.A. Phytopharmaka) und Nahrungsergänzungsprodukten, um ihre Gesundheit zu verbessern. Es konnte in den letzten Jahren in vielen Fällen gezeigt werden, dass sich diese gleichzeitig verabreichten Arzneimittel gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen und zu Arzneimittelinteraktionen führen können. Es ist zu bedenken, dass nicht nur Arzneimittel wechselseitige Interaktionen auslösen können, auch Lebensmittel und Genussmittel können Einfluss auf die Wirkstärke von Arzneimitteln haben. Die Zahl der möglichen Interaktionen mit Nahrungsmitteln erscheint hier endlos.

Ein flächendeckendes in vitro Screening von Interaktionsmöglichkeiten pflanzlicher Arzneimittel, wie es in der oben genannten Guideline gefordert ist, verlangt unmögliches und ist unserer Ansicht nach nicht geeignet, die Arzneimittelsicherheit zu verbessern.

Datum: 16.01.2000

Bewertung moeglicher pharmakokinetischer Interaktionen mit Phytopharmaka (Dateigröße: 103 KB)

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