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Kooperation Phytopharmaka Newsletter vom 04.07.14
vom 04.07.14

Sehr geehrte Damen und Herren,

zwei Publikationen sind über unsere Arbeitsgruppe Wirksamkeit erschienen, die wir Ihnen gerne per Link zur Verfügung stellen möchten.


ssessment of genotoxicity of herbal medicinal products: Application of the “bracketing and matrixing” concept using the example of Valerianae radix
Pflanzliche und traditionelle pflanzliche Arzneimittel müssen im Rahmen von Zulassung bzw. Registrierung die Ergebnisse von Genotoxizitätsprüfungen, in erster Linie von Ames-Tests, vorlegen. Die Kooperation Phytopharmaka hat bekanntermaßen aus diesem Grunde vor einigen Jahren ein Verbundprojekt zur Durchführung von Amestests gestartet. Mittlerweile liegen für eine Vielzahl von Drogen Untersuchungsergebnisse vor.

Nachdem die beteiligten Firmen ihr Einverständnis zur Publikation der Ergebnisse der Untersuchungsergebnisse mit Baldrianzubereitungen gegeben hatten, hat eine Autorengruppe der Kooperation Phytopharmaka gemeinsam mit Kollegen aus dem BfArM eine Publikation erarbeitet. Wir können Ihnen heute die erfreuliche Mitteilung machen, dass diese Publikation nun vorliegt. Diese möchten wir Ihnen heute als PDF-Dokument zur Verfügung stellen.

Sukzessive sollen in der nächsten Zeit weitere Ergebnisse zu anderen Drogen publiziert werden, sofern die beteiligten Firmen zustimmen. Wir danken den beteiligten Firmen im Voraus für ihr Einverständnis zu diesem Vorgehen, das aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag zur Transparenz der Ergebnisse und zum Fortgang der Erarbeitung von Monographien und Listenpositionen seitens des HMPC darstellt.

http://authors.elsevier.com/sd/article/S0944711314001482


Review Article- Valerian: No Evidence for Clinically Relevant Interactions

In neueren Publikationen für Krebspatienten und auf populären Internetseiten für Patienten (z.B. www.cancer.org, www.mskcc.org) wird angegeben, dass Baldrian Interaktionen mit Krebsmedikamenten aufweist, was seine Anwendung als unbedenkliche Alternative zu Benzodiazepinen infrage stellt. Daher wurde ein Review der Literatur zum Interaktionspotenzial von Baldrianzubereitungen erstellt. Eine systematische Literaturrecherche wurde in den relevanten medizinischen Datenbanken und in einer Datenbank für Medikamenteninteraktionen (www.mediq.ch) durchgeführt und durch Cross-referencing auf Vollständigkeit überprüft.
Es wurden In vitro-Studien zu Interaktionen mit 4 CYP-450-Isoenzymen, p-Glykoprotein und 2 UGT-Isoenzymen publiziert. Eine methodologische Auswertung ergab jedoch, dass sie keine validen Voraussagen zu klinisch relevanten Interaktionen erlauben. Untersuchungen in klinische Studien zu CYP 450 1A2, 2D6, 2E1 und 3A4 deuten auf kein klinisch relevantes Interaktionspotenzial hin. Auch das Risiko pharmakodynamischer Interaktionen ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht relevant. Demnach ist das Interaktionspotenzial von Baldrianzubereitungen, wenn überhaupt, gering und dürfte ohne klinische Relevanz sein, sodass die Anwendung auch bei Krebspatienten unbedenklich ist.

http://www.hindawi.com/journals/ecam/2014/879396/

Mit herzlich-sonnigen Grüßen, auf einen schönen Sommer

Ihre Cornelia Schwöppe

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