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Droge, (pflanzliche)

Als Drogen bezeichnete man seit Alters her getrocknete Pflanzen bzw. Pflanzenteile, die zur Heilung von Krankheiten verwendet werden. Durch das Trocknen wird die Pflanze haltbar und somit lagerfähig gemacht. Je nach Pflanzenteil ist in einer Droge allerdings noch eine mehr oder weniger hohe Restfeuchte (max. 12%) enthalten. Diese reicht jedoch nicht für die Bildung und Vermehrung von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen aus, sodass Drogen in trockenen, gut belüfteten Räumen über mehrere Monate oder sogar Jahre gelagert werden können. Die Lagerzeit sollte jedoch zwei Jahre nicht übersteigen, da im Kontakt zum Luftsauerstoff Veränderungen im Aussehen und an den Inhaltsstoffen zu erwarten sind. Nach der Definition des Arzneibuches versteht man heute unter dem Begriff „Droge“ sowohl die frische als auch die getrocknete Pflanze bzw. Pflanzenteil.

Im englischen Sprachgebrauch hat der Begriff Droge (in der Übersetzung „drug“) eine weiterreichende Bedeutung und bezeichnet damit alle Arzneistoffe und Arzneimittel, seien sie pflanzlicher oder chemischer Herkunft. Über diesen Weg hat sich auch im Deutschen der Begriff Droge im Laufe der Zeit gewandelt und bezeichnet heute die „Rauschdroge“, unabhängig davon, ob diese pflanzlichen oder synthetischen Ursprungs ist (Haschisch, Kokain, Heroin, LSD). Um die pflanzlichen Produkte deutlicher gegenüber chemisch-synthetischen Drogen (drug) abzugrenzen, wird deshalb heute in Fachkreisen vielfach der Begriff „pflanzliche Droge“ verwendet. Von „Teedroge“ spricht man, wenn eine Droge zur Bereitung eines Teeaufgusses vorgesehen ist.

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