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Gewürznelken

Gewürznelken

Botanische Bezeichnung

Gewürznelkenbaum – Syzygium aromaticum (L.) Merr. et L. M. Perry

Familie

Myrtengewächse (Myrtaceae)

Wissenswertes zur Pflanze

Ursprungszentrum des Nelkenbaums ist eine vulkanische Inselkette westlich von Neu-Guinea gelegen, wo auch heute noch wilde Gewürznelkenbäume vorkommen. Von dort gelangte er auf die südlich davon gelegenen Inseln Ambon und Seram und wurde dort allmählich domestiziert. Heute wird der Gewürznelkenbaum als Nutzpflanze in vielen tropischen Ländern kultiviert. Das Artepitheton aromaticum beschreibt den intensiven, aromatischen Geruch der Blätter. Der immergrüne Nelkenbaum wird 20 m hoch, trägt ledrige, glänzende Blätter und weißlich-rosa Blüten in dreifach dreigabeligen Trugdolden.

Arzneilich verwendete Pflanzenteile (Droge)

Verwendet werden die getrockneten Blütenknospen („Gewürznelken“) mit ihrem typischen Geruch, der beim Zerreiben deutlich wahrzunehmen ist. Er wird durch ein ätherisches Öl („Nelkenöl“) verursacht, das in großen Ölbehältern im Blütengewebe liegt. Die im Handel befindliche Droge, die auch als Gewürz Verwendung findet, wird aus Madagaskar, Indonesien, Malaysia, Sansibar, Pemba, Sri Lanka und Südamerika importiert.

Inhaltsstoffe der Droge

Gewürznelken enthalten ätherisches Öl („Nelkenöl“) mit seinem aromatischem Geruch nach Eugenol (Hauptkomponente), außerdem Flavonoide und Gerbstoffe.

Qualitätsbeschreibungen

Die Qualität folgender Drogen bzw. Drogenzubereitungen ist im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) festgelegt:

  • Gewürznelken (Caryophylli flos)
  • Nelkenöl (Caryophylli floris aetheroleum)

Medizinische Anwendung

Anerkannte medizinische Anwendung

Arzneiliche Verwendung findet nur das ätherische Öl und das daraus isolierte Eugenol. Nelkenöl wird bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut angewendet und in der Zahnheilkunde zur örtlichen Schmerzstillung (Kommission E).

Arzneiliche Drogenzubereitungen in Fertigarzneimitteln

  • Gewürznelken als aromatisierender Bestandteil in Teemischungen
  • Nelkenöl in Mundwässern (1 – 5%)

Dosierung

Fertigarzneimittel: siehe Packungsbeilage;
Ansonsten mehrmals tägliche Spülungen des Mundes mit verdünnten Mundwässern; zur lokalen Schmerzstillung in der Zahnheilkunde wird Nelkenöl unverdünnt angewendet.

Nebenwirkungen

Unverdünnt kann Nelkenöl Gewebereizungen hervorrufen

Wechselwirkungen

Nicht bekannt

Literaturhinweise

Drogenmonographien

Kommission E, WHO (Vol. 2)

Weiterführende Literatur

Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka, S. 154
Schilcher: Leitfaden Phytotherapie, S. 106
Van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen, S. 315
Kommentar zum Europäischen Arzneibuch (Gewürznelken, Nr. 0376)

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