Kooperation Phytopharmaka

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Drogenzubereitung

Ein Drogenlieferant (Arzneipflanzenanbauer und - sammler) liefert seine Ware an die Phytoindustrie und Drogenhändler in Form der Ganzdroge, d.h. die Pflanze bzw. der Pflanzenteil wird nach der Ernte nicht oder nur vorzerkleinert und zwar in der Regel nach dem Trocknen. Die Droge wird anschließend in geeignete Transportbehältnisse verpackt, meist in Säcke. Das bedeutet, dass die so gelieferte Rohware auf dem weiteren Weg zum Arzneimittel stark bearbeitet werden muss. Im einfachsten Falle wird sie nur gereinigt, dann geschnitten oder pulverisiert und so zur Bereitung eines Teeaufgusses bzw. zur Herstellung von Tabletten oder Dragees verwendet. Meist wird jedoch zur Herstellung eines pflanzlichen Arzneimittels die Droge arbeitstechnisch wesentlich aufwändiger bearbeitet, nämlich dann, wenn die Droge extrahiert wird. Dabei werden die Inhaltsstoffe der Droge aus ihrer Verpackung (pflanzlichen Zelle) herausgelöst und in eine zu Fertigarzneimittel verarbeitbare Form gebracht. Durch die Extraktion wird eine Anreicherung der Inhaltsstoffe erreicht, unerwünschte Begleitstoffe wie z.B. Chlorophyll, Ballaststoffe und Eiweiße verbleiben meist im Rückstand. Um den mengenmäßigen Bezug zwischen der Droge und der Drogenzubereitung deutlich zu machen, wird für einen Extrakt das sog. Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV) angegeben.

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